Erzählung
40 % der Bibel sind Erzählungen. Geschichten über Menschen und das Eingreifen Gottes in die Handlung.
Wir identifizieren uns mit den Protagonisten.
Fragen: Wer bin ich? Wozu lebe ich? Was ist hier gut, was ist schlecht?
Ausgangssituation – Höhepunkt – Auflösung.
Die Figuren sind nicht alle Vorbilder zur Nachahmung. Die Bibel sagt nicht immer direkt, dass etwas schlecht ist, sondern indirekt, durch den verborgenen Sinn. Die Bibel beschreibt, aber sie schreibt nicht vor.
Handle nicht einfach so, wie es geschrieben steht, sondern denke darüber nach. Es ist eine Feststellung von Tatsachen. Jede einzelne Geschichte ist in den Metanarrative der Bibel eingeflochten. Jede bringt uns zu Jesus. Unsere Aufgabe ist es, diesen roten Faden zu entschlüsseln und Gottes größere Perspektive zu sehen. Die Hauptfigur ist immer Gott. Wir sollen suchen, wie Gott handelt, selbst wenn Menschen Fehler machen. Gott ist immer aktiv.
Bücher: Genesis, Exodus, Numeri, Josua, Richter, Rut, 1./2. Samuel, 1./2. Chronik, Esra, Nehemia, Ester, Jona.
Wie liest man solche Bücher? In der Rolle eines Regisseurs: Wo ist der Schauplatz, wie verändert er sich? Man sollte die Geschichte in kleine Szenen aufteilen. Warum und wo wechselt die Szene?
- Worauf achten?
Kontext: Nichts aus dem Zusammenhang reißen, keine einzelnen Sätze isolieren, sondern in größeren Abschnitten lesen. - Wiederholungen: Wenn Formulierungen wiederkehren, ist das wie eine fette Hervorhebung.
- Kontrast: Eine Spur, ein Schlüssel zum Verständnis der Figuren. Unterschiede in Meinungen, Charakteren, Handlungen und Ausgängen. Es gibt nahe Kontraste, wie zum Beispiel Jona und die Seeleute auf dem Schiff. Es gibt ferne Kontraste, Geschichten, die über verschiedene Bücher verteilt sind.
- Einschub: Eine Erzählung handelt von einer Person, dann kommt unerwartet etwas anderes, und danach geht die ursprüngliche Geschichte weiter (die Geschichte von Juda innerhalb der Geschichte von Josef).
Immer an Gott denken: an sein Wesen, seinen Charakter. Die Bibel ist nicht über sich selbst, sondern über Gott.
Was ist Metanarrative?
Keine einzelne Geschichte der Bibel widerspricht Gottes Weg und seinem Plan. Wir erstellen eine Tabelle. Wichtig ist, die Parallelen mit ihren Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Die Tabelle der Kontraste soll ausgewogen sein. Nicht in Schablonen denken! Auf Details achten. Nicht philosophieren.
Wikipedia - Ein Metanarrativ (auch Meistererzählung oder große Erzählung genannt) ist eine übergreifende Geschichte, die das Weltgeschehen, die Menschheit und die Geschichte durch eine angebliche universelle Wahrheit erklären und rechtfertigen will.